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	<title>I never finish anyth &#187; Rosa Riese</title>
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	<description>Von Einem, der Auszog niemals etwas zu beenden...</description>
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		<title>Wie man als Gesch&#228;ftskunde ein iPhone bestellt</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 13:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pre Beta Boy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Customer Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftskunde]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Rosa Riese]]></category>
		<category><![CDATA[service]]></category>

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&#8230; und warum man sich das eigentlich gleich sparen kann.

Seit der Markteinf&#252;hrung des iPhone 3G, soll das iPhone ja nicht nur den handels&#252;blichen Endverbraucher gl&#252;cklich machen &#8211; nein, es soll ja mittlerweile auch ein recht ordentliches Businesshandy abgeben. Das behauptet jedenfalls die Werbung und tats&#228;chlich sprechen viele Funktionen des iPhone daf&#252;r, es auch gesch&#228;ftlich einzusetzen.

Auch [...]]]></description>
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<p>&#8230; und warum man sich das eigentlich gleich sparen kann.</p>
<p><br/></p>
<p>Seit der Markteinf&#252;hrung des iPhone 3G, soll das iPhone ja nicht nur den handels&#252;blichen Endverbraucher gl&#252;cklich machen &#8211; nein, es soll ja mittlerweile auch ein recht ordentliches Businesshandy abgeben. Das behauptet jedenfalls die Werbung und tats&#228;chlich sprechen viele Funktionen des iPhone daf&#252;r, es auch gesch&#228;ftlich einzusetzen.</p>
<p><br/></p>
<p>Auch mein Chef dachte sich, so ein iPhone st&#252;nde mir gut zu Gesicht und so hat er sich dann &#252;berlegt, die Firma k&#246;nnte ja mal so ein Ger&#228;t ordern und mir dann zur gesch&#228;ftlichen Nutzung &#252;berlassen.<br />
So einfach das klingt, so kompliziert ist das Ganze dann in der Realit&#228;t&#8230;</p>
<p><br/></p>
<h3>Mal schnell online bestellen</h3>
<p>Wie bestellt man aber jetzt so ein Telefon? Easy? Wohl kaum. Zu bekommen sind die Ger&#228;te hierzulande schlie&#223;lich nur vom Rosa Riesen &#8211; und der Verein hat offensichtlich schon mehr als genug Kunden, soda&#223; dem Kaufwilligen bei der Bestellung zun&#228;chst einige Steine in den Weg gerollt werden m&#252;ssen.</p>
<p><br/></p>
<p>Fangen wir bei der Onlinebestellung an. Die ist f&#252;r Gesch&#228;ftskunden schlicht nicht vorgesehen. Auf der Bestellseite f&#252;r Endverbraucher gibt es kein Eingabefeld f&#252;r die Firma, auf der Seite f&#252;r Gesch&#228;ftskunden gibt es nichtmal irgendein Eingabefeld. Stattdessen findet man dort die Rufnummer der Gesch&#228;ftskundenhotline.</p>
<p><br/></p>
<h3>Mal schnell telefonisch bestellen</h3>
<p>Okay. Online bestellen f&#228;llt aus. Chef schnappt sich ein Telefon und ruft bei der Hotline f&#252;r Gesch&#228;ftskunden an.<br/><br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Mahlzeit. Die Firma XYZ. Wir m&#246;chten gerne ein iPhone bestellen.&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;Ihre Kundennummer und Ihre Telefonnummer, bitte.&laquo;<br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Haben wir noch nicht. Wir wollen Kunde werden.&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;Ach so. Wie viele iPhones wollen Sie denn?&laquo;<br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Nur eines.&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;Dann rufen Sie bei der Hotline f&#252;r Endkunden an.&laquo;<br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Wir sind aber eine GmbH. Also faktisch Gesch&#228;ftskunde.&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;Rufen Sie trotzdem die Enkundenhotline an. Sch&#246;nen Tag noch.&laquo; <br/><br />
<em>Aufgelegt</em>&#8230;<br />
<br/>
</p>
<p>Langsam konnte man Chef den &#196;rger schon ansehen, aber er hielt sich erstaunlich tapfer, wie ich fand, denn er rief direkt bei der Endkundenhotline an und versuchte da sein Gl&#252;ck.<br/><br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Mahlzeit. Die Firma XYZ. Wir m&#246;chten gerne ein iPhone bestellen.&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;Ihre Kundennummer und Ihre Telefonnummer, bitte.&laquo;<br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Haben wir noch nicht. Wir wollen Kunde werden.&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;Ach so. Dann Ihren Namen und die Anschrift bitte.&laquo;<br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;Das ist die Firma XYZ GmbH&#8230;&laquo;<br />
<strong>Hotliner:</strong> &raquo;F&#252;r Unternehmen gibt&#8217;s eine andere Hotline&#8230;&laquo;<br />
<strong>Chef:</strong> &raquo;&#8230;&laquo;
</p>
<p><br/></p>
<p>An dieser Stelle spare ich mir die folgende habst&#252;ndige Diskussion und den weiteren Anruf bei der Gesch&#228;ftskundenhotline. Das Ergebnis war selbstverst&#228;ndlich eindeutig. Beim Rosa Riesen ist niemand daf&#252;r zust&#228;ndig, einem Unternehmen ein einzelnes iPhone mit Vertrag zu verkaufen. Schlie&#223;lich sollten Business-Telefone mindestens 100-St&#252;ck-weise geordert werden, damit auch das komplette Unternehmen damit ausgestattet werden kann. Bei kleineren Unternehmen kann man auch pers&#246;nlich kommunizieren. Was braucht man da ein iPhone?</p>
<p><br/></p>
<h3>Letzte Rettung: die &#246;rtliche Niederlassung</h3>
<p>Nach diesen Erlebnissen am Telefon kamen wir zu der &#220;berzeugung, wir k&#246;nnten dem Wunsch nach einem iPhone eventuell durch pers&#246;nliche Pr&#228;senz mehr Nachdruck verleihen, als es uns am doch eher unpers&#246;nlichen Medium Telefon m&#246;glich w&#228;re. Also machten wir uns auf zum T-Punkt<sup>1</sup>.</p>
<p><br/></p>
<p>Im Laden angekommen ergriffen sofort drei von vier Angestellten die Flucht und verschwanden durch eine T&#252;r im hinteren Teil des Raumes. Die letzte verbliebene Angestellte war mit den 25 Kunden, die bereits auf Beratung warteten besch&#228;ftigt und uns blieb auch nichts weiter, als zu warten. Nach 15 Minuten verlie&#223; ich dann das Gesch&#228;ft, weil uns klar wurde, dass wir den eigenen Laden f&#252;r zwei Wochen schlie&#223;en m&#252;ssten, sollten wir beide warten, bis wir an der Reihe w&#228;ren.</p>
<p><br/></p>
<p>Eine Stunde sp&#228;ter traf Chef auch wieder im Laden ein &#8211; ohne ein iPhone bestellt zu haben. Er versprach mir allerdings, den folgenden Samstag im T-Punkt zubringen zu wollen und machte sich dann auch gleich auf, um sich f&#252;r das Wochenende mit den n&#246;tigen Lebensmitteln einzudecken&#8230;</p>
<p><br/></p>
<h3>Bestellung get&#228;tigt</h3>
<p>Der folgende Montag begann mit einem Gef&#252;hl des Triumphs: Chef hatte es am Wochenende geschafft, ein iPhone zu ordern und alle n&#246;tigen Unterlagen, wie Handelsregisterauszug, Personalausweis, Geburtsurkunde, F&#252;hrerschein, Fahrzeugschein, Ergebnisse einer Blutuntersuchung und eines Gentests vorzulegen und Frau K., eine freundliche, junge Mitarbeiterin des rosa Konzerns, hatte ihm versichert, das iPhone solle binnen drei Tagen bei uns eintreffen. Mitgeben konnte sie ihm das Ger&#228;t leider nicht, obwohl es am Lager war. Aber f&#252;r Gesch&#228;ftskunden w&#228;ren die Leute im T-Punkt nicht zust&#228;ndig und alles m&#252;sse &#252;ber die Gesch&#228;ftskundenbetreuung abgewickelt werden.</p>
<p><br/></p>
<h3>Kein Anschlu&#223;&#8230;</h3>
<p>Wir warteten also geduldig<sup>2</sup> und als am Freitagnachmittag vom iPhone noch nichts zu sehen war, versuchte ich dann doch telefonisch, die nette Frau K. aus dem Laden zu erreichen. Das das so nicht funktionierte, brauche ich wohl nicht extra erw&#228;hnen, oder? Ne. Is klar. Ich hinterlie&#223; also einen R&#252;ckrufwunsch und teilte mit, ich sei bis 18 Uhr zu erreichen.</p>
<p><br/></p>
<h3>Verlorenes Papier in einer digitalen Welt</h3>
<p>Ich erfuhr am Freitagabend noch<sup>3</sup>, dass im Gesch&#228;ftskundencenter leider kein Fax mit unseren Unterlagen angekommen sei und dass Frau K. unsere Unterlagen sofort nocheinmal Faxen wolle. Zwei Tage solle es nun dauern, bis unser Telefon bei uns sei. Klar&#8230;</p>
<p><br/></p>
<p>Am Dienstagnachmittag versuchte ich dann erneut, Frau K. telefonisch zu erreichen &#8211; Fehlanzeige. Wie immer. Auf einen R&#252;ckruf musste ich auch verzichten. Am folgenden Mittwoch rief ich erneut an, wurde aber wieder an der Hotline abgewimmelt und auch ein R&#252;ckruf blieb aus. Was blieb mir also &#252;brig, als nach Feierabend pers&#246;nlich bei Frau K. vorstellig zu werden und ihr meinen Frust &#252;ber die Theke zu erbrechen? Richtig. Nix.</p>
<p><br/></p>
<p>Wie sich im pers&#246;nlichen Gespr&#228;ch herausstellte, hatte Frau K. sich nicht getraut, uns zur&#252;ckzurufen (!!!), da mittlerweile nicht nur das zweite Fax an den Gesch&#228;ftskundenservice<sup>4</sup> verschwunden war, sondern auch die Originalunterlagen, die sie zur Sicherheit auf dem Postweg ans Gesch&#228;ftskundencenter geschickt hatte. Zus&#228;tzlich war auch der Auftrag aus dem Computer ins digitale Nirwana verschwunden. Unser Auftrag existierte also faktisch nicht mehr, weshalb Frau K. mir auch beteuerte, ich m&#252;sse den Auftrag nicht stornieren.</p>
<p><br/></p>
<h3>As time goes by&#8230;</h3>
<p>An den folgenden beiden Tagen passierte nichts &#8211; und daran hatten wir uns ja mittlerweile gew&#246;hnt. Was allerdings dann am Montag passierte, brachte mich so richtig zum kochen: Der Brieftr&#228;ger stellte uns zwei Schreiben von T-Mobile zu. Das Erste enthielt eine Nachricht, die uns beim Rosa Riesen willkommen hie&#223;; das Zweite enthielt eine Auftragsbest&#228;tigung zu unserem verschwundenen Auftrag.</p>
<p><br/></p>
<p>Mit Schaum vor dem Mund w&#228;hlte ich die auf dem zweiten Schreiben abgedruckte Nummer &#8211; und bekam zun&#228;chst einmal 15 Minuten Zeit, mich in der Warteschleife wieder etwas abzuregen. Das war auch eigentlich ganz gut so, da ich vorher zu keinen &#196;u&#223;erungen f&#228;hig war, die auch nur ann&#228;hernd etwas mit menschlicher Sprache zu tun hatten.</p>
<p><br/></p>
<p>Der Hotliner, zu dem ich dann durchgestellt wurde, war ein lustiges und sehr munteres Kerlchen. In einer Seelenruhe erkl&#228;rte er mir zuerst, dass wir ja selbst Schuld seien, wenn wir einen Gesch&#228;ftskundenauftrag in einem T-Punkt platzieren. Die h&#228;tten da ja sowieso von nichts auch nur den Hauch einer Ahnung&#8230;</p>
<p><br/></p>
<p>Ich legte ihm also erstmal die komplette Geschichte dar und &#8211; er lachte. Er lachte laut und lange und meinte, das w&#228;re alles sehr witzig. Allerdings erkl&#228;rte er mir dann auch, wie ich vorgehen solle, um den nicht vorhandenen Auftrag zu stornieren. Auch teilte er mir nach R&#252;cksprache mit der Versandabteilung mit, der Versand des Ger&#228;ts w&#228;re noch nicht erfolgt und er werde die weitere Bearbeitung des Auftrages stoppen.</p>
<p><br/></p>
<h3>Besuch aus einer anderen Welt</h3>
<p>Nachdem ich das Fax f&#252;r die schriftliche Stornierung des nicht vorhandenen Auftrags verfasst und versandt hatte, kam es offensichtlich zu einer lokalen St&#246;rung des Raum-Zeit-Kontinuums: Ein Paketbote lieferte das iPhone, dass aufgrund eines nicht vorhandenen Auftrags noch nicht versandt wurde&#8230;</p>
<p><br/></p>
<p>An dieser Stelle empfehle ich, den letzten Satz erstmal ein wenig sacken zu lassen.</p>
<p><br/><br />
<br/><br />
<br/><br />
<br/></p>
<p>Holt Euch doch mal nen Kaffee. Oder nen Tee.</p>
<p><br/><br />
<br/><br />
<br/><br />
<br/></p>
<p>Okay. Kann weitergehen. Ich verweigerte also die Annahme der Sendung und ging davon aus, damit und mit dem Storno per Fax w&#228;re jetzt alles erledigt. Ich naiver, unerfahrener Bengel&#8230;</p>
<p><br/></p>
<h3>Neverending Story</h3>
<p>Wie, liebe Freunde, k&#246;nnte diese Story wohl enden? Richtig. Klar. Damit, dass wir f&#252;r das ganze Theater auch noch eine Rechnung bekommen. Und zwar f&#252;r eine Leistung, die nie erbracht wurde, aus einem Auftrag, der mehrfach verloren wurde und f&#252;r ein iPhone, dass das Raum-Zeit-Gef&#252;ge ersch&#252;ttert.</p>
<p><br/></p>
<p>Einige Wutausbr&#252;che und Schreianf&#228;lle gleichg&#252;ltigen Hotlinern gegen&#252;ber, hat sich mittlerweile alles gekl&#228;rt. F&#252;r die Rechnung haben wir die entsprechende Gutschrift erhalten. Die Stornierung des Auftrags wurde best&#228;tigt und ich besitze mittlerweile ein iPhone.</p>
<p><br/></p>
<p>Mein iPhone ist ein reinrassiger Italiener und schert sich von Hause aus weder um Sim- noch Netlock &#8211; so wie es eigentlich sein sollte. Wir sind mittlerweile schon gute Freunde geworden &#8211; und mit seinem Kollegen aus Tschechien, der den Chef mittlerweile st&#228;ndig begleitet, versteht es sich auch ausgezeichnet. Alles ist gut &#8211; aber das letzte Wort hatte dann doch der Rosa Riese, der uns in einem letzten Schreiben versicherte, er hoffe, <em>wir w&#228;ren auch weiterhin mit seinem Service zufrieden</em>. Ja, nee. Is klar&#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_17" class="footnote">Ich bin nat&#252;rlich mitgegangen, weil ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen wollte.</li><li id="footnote_1_17" class="footnote">Okay. Chef wartete geduldig &#8211; ich wartete ungeduldig&#8230;</li><li id="footnote_2_17" class="footnote">Der R&#252;ckruf erfolgte um 18.30 Uhr, gl&#252;cklicherweise war ich aber noch im Laden&#8230;</li><li id="footnote_3_17" class="footnote">Ein Hohn, sowas Service zu nennen!</li></ol>
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