Tach. Kundschaft!
Moin zusammen!
Diesen Beitrag will ich mit einer Prophezeiung beginnen: »Tach. Kundschaft!« hat das Potential eine ausgewachsene Serie zu werden. »Tach. Kundschaft!« wird sich nämlich mit den seltsamen Begegnungen beschäftigen, die mir den Tag »versüßt« haben. Und Tage ohne seltsame Begegnungen widerfahren mir dann doch eher selten – und das werdet ihr schon bald selber feststellen…
Der Knopf knackt so komisch…
Morgens. Halb zehn elf in Deutschland einer verschlafenen Stadt im mittleren Ruhrgebiet. Gerade habe ich den ersten Kaffee getrunken, schon steht ein Kunde im Laden. »Ich hab da ein Problem mit meinem Laptop. Die linke Maustaste knackt so komisch und da ist so eine Delle in der Handballenauflage.« Als typischer Westfale antworte ich natürlich mit »Kumma.Hömma.Samma.Zamma.«1. Er reicht mir das Notebook und – tatsächlich! Ich finde keinen Fehler. Egal wie sehr ich mich auch anstrenge, ich bringe die Maustaste nicht dazu, unnatürliche Geräusche von sich zu geben. Wirklich nicht.
Der Kunde mag trotzdem nicht aufgeben und fängt seinerseits an, auf den Tasten rumzudrücken. »Vorführeffekt!«, höre ich ihn sagen. Ich lächle ihn an2.
Jetzt will er mir natürlich zeigen, wo der Frosch die Locken hat und drückt so lange auf der Handballenauflage (!!) herum, bis das Gerät ein knirschendes Geräusch von sich gibt.
»Na, das kann mein Notebook aber auch.« sage ich. »Wenn ich mit nem Hammer drauf haue, dann ist das Geräusch sogar noch lauter.«3.
Ich kürze hier mal ab. Die nächsten 20 Minuten einigten wir uns darauf, dass wir wegen eingebildeter Fehler keine Notebooks zerlegen und schon gar keine funktionierenden Tastaturen gegen andere funktionierende Tastaturen austauschen.
Es ist schon seltsam, auf welche seltsamen Ideen die Menschen kommen, wenn sie zu viel Zeit haben…
Bestechende Logik
Mittwochnachmittag. 17 Uhr. Ich stecke bis zu den Schultern in unserem neuen Linux-Server. Wenn ich jetzt unterbrochen werde, ist die Arbeit des ganzen Tages für den A…. Dann muss ich mich erst wieder reinfrickeln und mich erinnern, wo ich aufgehört habe. Das schaffe ich niemals bis zum Feierabend.
Die Ablenkung kommt aus England. Getarnt als Notebook-Kunde. Wie er mir berichtet, habe er am Wochenende ein Notebook bei uns erworben und jetzt habe er Probleme damit. Probleme? Das kann ja heiter werden.
Bevor er zum eigentlichen Problem kommt, erzählt er lieber erstmal von seinen Hobbies. Trainspotting. Spannend. Gut, dass mein Koffeinlevel auf Anschlag steht.
Nach fünfzehn Minuten ist jegliche Hoffnung auf eine nahezu unbehinderte Rückkehr zum Server dahin. Mein interner Datenpuffer ist randvoll mit unnützen Informationen. Er kann nun endlich mit der Problemstellung herausrücken.
Da sind wir nun. Dies also, verehrtes Publikum, ist der Punkt, an dem wir zur bestechenden Logik kommen.
Wie schon erwähnt hatte der Kunde ein Notebook bei uns gekauft. Fakt. Dieses Notebook »hat ja auch Internet«. Fakt. Wenn dieses Notebook jetzt also nicht out-of-the-box in der Lage ist die Radiostreams der BBC abzuspielen, muss das unsere Schuld sein.
So werde ich wirklich niemals fert




